Evelyn bei Nacht in Moskau

Evelyn in Moskau

Während ihre Kollegin zum Auslandsaufenthalt nach Spanien ging, entschied sich die Auszubildende Evelyn Dietrich dazu, ihr Auslandspraktikum in einem Friseursalon in Moskau zu verbringen. Mit Unterstützung von AusbildungWeltweit konnte sie ihren Traum im Juli und August 2019 wahr werden lassen. 

Russland als Land hat mich sehr gereizt. Es ist ein sehr großes Land und unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht komplett von Deutschland.

Moskau habe ich gewählt, da die Stadt so vielseitig ist und als Metropole einen Gegensatz zu meiner Heimatstadt Freital darstellt.

Ich spreche Russisch, das hat mir die Entscheidung für Moskau natürlich leicht gemacht.

Da von uns noch nie jemand ein Auslandspraktikum in Moskau gemacht hat, musste zuerst ein Salon in Moskau gefunden werden.

Moskau als Metropole hat Evelyn gereizt © Evelyn Dietrich

Bei der Suche nach einem Salon hat meine Betreuerin von der Handwerkskammer Dresden uns viel geholfen und den Kontakt hergestellt. 
Dann informierte ich mich darüber, welche Leistungen  dieser Salon anbietet, worauf er sich spezialisiert hat und wie er sich nach außen darstellt.

Und dann ging es natürlich darum, die Reise vorzubereiten: Visum beantragen, nach günstigen Flügen schauen, Kontakt mit dem Salon aufnehmen und viele weitere organisatorische Dinge.

Ergebnis eines Farbseminars, an dem ich teilgenommen habe. © Evelyn Dietrich

Ich habe meistens Zuarbeiten erledigt und assistiert. Insbesondere durfte ich die Ansatzfarbe auftragen, den Kunden die Haare waschen und auch föhnen.

Mir ist aufgefallen, dass die Friseure in Russland sehr verschwenderisch mit den Materialien umgehen. Es wird viel Farbe weggeworfen und sehr viel Shampoo zum Haare waschen verwendet.

Sehr positiv fand ich, dass sich die Friseure viel mehr Zeit für die Kundinnen und Kunden nahmen. 

Die verwendeten Techniken im Friseurhandwerk unterscheiden sich in Moskau nicht sehr von denen in Deutschland. 

"Es faszinierte mich, mit welcher Begeisterung die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiten in dem neuen Salon in Moskau bei der Arbeit waren. Sie waren jeden Tag mit Leib und Seele dabei, diesen Salon zu etwas Großartigem zu machen." © Evelyn Dietrich
© Evelyn Dietrich
© Evelyn Dietrich
Zu Anfang ging ich viel im Park spazieren. Als die Stadt mir schon vertrauter war, fuhr ich ins Zentrum, war dort im Kino, probierte verschiedene Restaurants und Bars aus & besuchte Seminare. Moskau schaute ich mir von oben und von einem Schiff aus an. © Evelyn Dietrich

Was räts du anderen Auszubildenden?

Ich würde ihnen empfehlen, das Praktikum so gut es geht zu nutzen und zu genießen, da man im Leben nicht oft so die Chance kriegt, einen Einblick in eine andere Welt zu bekommen. Darüber hinaus kann ich nur dazu raten, ein Tagebuch zu führen, um das Gesehene und Erlebte nicht gleich wieder zu vergessen, sozusagen als Erinnerung an eine schöne Zeit. Und wenn es dann mal Schwierigkeiten während des Praktikums gibt, sollte man nicht gleich aufgeben, sondern versuchen, das Beste daraus zu machen.

Und was sagt das Unternehmen? 

Auslandspraktika für ihre Azubis sind für Carola Lotzmann, Geschäftsführerin des Friseur- und Kosmetikbetriebs "Elegant Bannewitz" eine Möglichkeit, engagierte, weltoffene Auszubildende zu gewinnen & die Bindung an den Ausbildungsbetrieb zu stärken.