Ausblick auf indische Landschaft

Es war fantastisch, das Land besser kennenzulernen und es hautnah zu erleben. 

Das Herz an Indien verloren - Luca´s Auslandspraktikum in Bangalore

Luca End, Auszubildender zum Elektroniker für Geräte und Systeme in den IKA-Werken in Staufen, verbrachte sein Auslandspraktikum im Juli und August 2019 für drei Wochen in der südindischen Metropole Bangalore. In dieser Zeit hat er vor Ort viel über seine eigenen Fähigkeiten gelernt - und sein Herz an Land und Leute verloren. 

Im Vorfeld der Reise sollten wir eine Präsentation über Indien vorbereiten und uns über das Land informieren.

Dadurch wussten wir über manche Dinge, wie zum Beispiel über die Essenskultur, das Klima oder auch verschiedenste Sehenswürdigkeiten, schon besser Bescheid.

Ich habe mich besonders auf das Klima vorbereitet und auch darauf geachtet, dass ich die richtigen Medikamente mitnehme, falls ich krank werden sollte. 

Luca End in Bangalore © Luca End

Mein Aufenthalt fand in Bangalore statt. Bangalore ist die Hauptstadt des südindischen Bundesstaates Karnataka und hat 11,4 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner. Untergebracht war ich – zusammen mit noch zwei weiteren Auszubildenden aus unseren Unternehmen – in einem Hotel. Das war echt super und hatte alles, was man brauchte! Wir haben im Hotel nur gefrühstückt und die Auswahl war riesig. Es gab ein indisches und ein deutsches Büfett, sodass man viele verschiedene Gerichte ausprobieren konnte.

Blick über die Häuser in Bangalore © Luca End

Wir Auszubildenden aus Deutschland machten zum Beispiel mit zwei Kollegen aus der indischen Niederlassung einen Ausflug zu den Nandi Hills. Das war sehr eindrucksvoll, denn oben vom Berg aus hatte man eine tolle Aussicht auf Bangalore und Umgebung.

Anschließend waren wir zum Abendessen bei einer indischen Familie eingeladen. Dort lernten wir viel über das Essen und die Kultur in Indien. Ein weiteres Erlebnis waren die Sporttage. In Indien spielt der Sport eine wichtige Rolle und die ganze Firma machte mit. Wir beteiligten uns ebenfalls an daran und spielten Badminton, Tischtennis, Fußball und Cricket mit unseren Kolleginnen und Kollegen.

In manchen Bereichen konnte ich Ähnlichkeiten zu meiner Arbeit in Deutschland feststellen. Zum Beispiel gab es feste Arbeitsabläufe und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren in verschiedene Aufgabenbereiche aufgeteilt.

Aber manches läuft in Indien auch anders als in Deutschland. Ich wurde zum Beispiel in der Montage eingesetzt und musste feststellen, dass dort die Arbeitsabläufe ganz anders sind als in Deutschland.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Montage erklärten mir alles ganz genau, sodass ich meine Aufgaben gut erledigen konnte. © Luca End

Unsere Firma in Staufen stellt ihre Leiterplatten teilweise selbst her und diese werden anschließend in einem PCBA-Inspector geprüft. Über die Software dieses Prüfgeräts erfahren wir, ob die Leiterplatte in Ordnung oder schadhaft ist. 

© Luca End

In unserer Niederlassung in Indien gab es auch einen PCBA-Inspector. Bei dem stand die Wartung und Kalibrierung an. Das war dann eine meiner Aufgaben.

© Luca End

Durch viele Gespräche mit meinen Arbeitskollegen habe ich viel über die indische Kultur gelernt. Ich habe neue Gerichte ausprobiert und auch ein paar neue Früchte kennengelernt. Meine Englischkenntnisse konnte ich durch das Auslandspraktikum in Indien auch verbessern.
Besonders bewegt hat mich das Abendessen bei der Familie eines unserer Arbeitskollegen. Herr Babu führte uns drei Azubis aus Deutschland und einen indischen Kollegen erst durch sein Haus und danach aßen wir mit der ganzen Familie – Vater, Mutter, Tochter und Sohn – zusammen zu Abend. Es war schön, den Abend mit der Familie zu verbringen.

Was räts du anderen Auszubildenden?

Macht ein Auslandspraktikum, denn das ist eine großartige Erfahrung. Man kann unglaublich viel über die Kultur, Religion und natürlich die Menschen eines Landes lernen, das einem bis dahin völlig fremd war. Seid offen für neue Erfahrungen!

Es war fantastisch, das Land besser kennenzulernen und es hautnah zu erleben. Ich habe mir auf jeden Fall fest vorgenommen, Indien noch einmal zu besuchen.

Und was sagt das Unternehmen?

Für die IKA Werke sind die Auslandsaufenthalte derAuszubildenden integraler Bestandteil der Ausbildung. Wie sich die Auslandspraktika auf die Unternehmenskultur auswirken, darüber spricht die Ausbildungsleiterin Jutta Klepp