Abenteuer Ausbildung – 2 Monate als Zerspannungsmechaniker in Brasilien
Toni und Justin, beide Auszubildende zum Zerspannungsmechaniker, lebten und arbeiteten für 2 Monate in Brasilien.
Die Idee zum Auslandspraktikum kam von unserer Ausbildungsleitung Steffi Henkel. Sie hatte uns Azubis gefragt, wer Lust hätte, für ein paar Monate in Brasilien zu arbeiten und hat sich auch komplett um die Förderung durch AusbildungWeltweit gekümmert. Da waren wir sofort dabei. So eine Gelegenheit wollten wir uns nicht entgehen lassen.
Die Organisation hat zum Großteil Steffi Henkel übernommen. Wir mussten uns nur um unseren Reisepass kümmern. In einem Workshop hat ein Südamerika-Experte mit uns über seine Erfahrungen in Brasilien gesprochen hat und den konnten wir viel fragen. Wir hatten vorher schon Sorge, wie das mit der Sicherheit wird. Da hört man ja doch immer viel. Im Endeffekt war das alles gar nicht schlimm. Klar, man muss schon aufmerksam sein, aber wir hatten vor Ort nie Probleme. Privat waren wir meistens mit Uber unterwegs. Beim Bus waren wir unsicher, ob es mir der Verständigung klappt. Mit Uber war das problemlos.
Die Arbeitszeiten waren schon eine Umstellung. Wir mussten um 6 Uhr aufstehen und um 7 Uhr fing dort schon die Arbeit an. Zuhause waren wir erst gegen 17:30 Uhr. Das sind schon mehr Stunden als hier. Aber das ist dort normal und alle haben so viel gearbeitet.
Wir hatten dort jederzeit Ansprechpartner und konnten immer Fragen stellen. Da vor allem einige der älteren Mitarbeiter nicht alle englisch konnten, bekamen wir „Paten“, mit denen wir uns verständigen konnten.
Morgens wurden alle Kollegen mit einem Bus abgeholt, der die ganze Route abgefahren ist und uns direkt zum Werk gebracht hat. Abends das Ganze dann wieder retour. Das wurde alles vom Betrieb dort organisiert
Die Leute haben uns mit ganz offenen Armen aufgenommen. Sie haben sich gefreut, dass wir da waren und haben uns alles gezeigt. Wenn es sein musste, manchmal auch mit Händen und Füßen.
Wenn das nicht gereicht hat, hat uns der Google Übersetzer geholfen. Das ist schon echt praktisch. Aber das nächste Mal würden wir wohl etwas mehr portugiesisch vorher lernen.
Es war toll, dann auch mal vor Ort zu sehen, wie bei den Maschinen dort alles zusammenkommt und ineinandergreift, so dass die Maschinen dann so präzise laufen.
„Die größte Sorge von meiner Mutter war eigentlich, dass ich verhungere, weil ich nicht weiß, wie ich selber Essen mache und Klamotten waschen. Aber im Endeffekt hat alles gut funktioniert. Wir haben einfach ausprobiert und uns das alles beigebracht. Ich habe immer schon stolz erzählt, dass ich hier das selber gekocht habe und das eigentlich gut klappt. Da war sie auch sehr glücklich drüber.“ erzählt Toni.
Die ersten Wochen sind auch wie im Flug vergangen. Am Ende hatten wir etwas Heimweh und dann war es auch schön, wieder nach Hause zu kommen.
Unter der Woche waren wir abends oft platt nach der Arbeit, da haben wir manchmal auch einfach nur gekocht und gechillt oder sind in unserer Nachbarschaft was Essen gewesen
In der Freizeit wurden wir auch viel von den Kollegen zu gemeinsamen Abendessen eingeladen oder haben mit den anderen Azubis was unternommen
„Ich habe mir vor Ort sogar ein Tattoo stechen lassen. Das wird mich jetzt immer an die Zeit erinnern“. (Toni)
Besonders cool war ein Strandtrip, den einer von unseren Freunden dort organisiert hat. Wir sind mitten in der Nacht los, um möglichst viele Stunden am Strand verbringen zu können, und abends wieder gemeinsam im Bus zurück
Mit der Förderung von AusbildungWeltweit und der Unterstützung der Paatz Viernau GmbH mussten wir uns selbst nur noch um unsere Freizeitausgaben kümmern. Die Förderung hat uns viel ermöglicht, was sonst nicht machbar gewesen wäre.
Es war eine unglaublich tolle Erfahrung. So eine Gelegenheit bekommt man nicht oft im Leben geboten. Wir würden es sofort wieder machen und können es jedem Azubi nur empfehlen.
Als Personalleiterin und Ausbilderin ist Steffi Henkel im Maschinenbauunternehmen Paatz Viernau GmbH für das Recruiting und die Begleitung von Auszubildenden im Unternehmen zuständig. Im Interview berichtet sie, wie aus einer Idee durch die Förderung von AusbildungWeltweit eine erfolgreiche Entsendung von Auszubildenden nach Brasilien wurde und welchen positiven Einfluss die geschaffene Möglichkeit für Auslandsaufenthalte während der Ausbildung auf die Gewinnung neuer Auszubildender hat.