Azubi Miriam Miriam Schäfer mit Raubvogel auf dem Arm

Mein Tipp: Geht allein ins Ausland!

Von Deutschland an die ÄquatorlinieTierpflegerin Miriam als Azubi in Ecuador

Für 4 Wochen tauschte Miriam Schäfer mit der Unterstützung von AusbildungWeltweit ihren Ausbildungsplatz im Karlsruher Zoo gegen ein Auslandspraktikum in Ecuador. Drei Wochen arbeitete sie im Zoo Quito mit. Eine weitere Woche in einem Artenschutzprojekt im Nebelwald am Westhang der Anden, einem Partnerprojekt des Zoos Karlsruhe.

Auf Tuchfühlung mit den Tieren im Zoo Quito. © Miriam Schäfer | Zoo Karlsruhe

Die Idee zum Auslandspraktikum in Ecuador wurde mir von meinem Ausbildungsbetrieb angeboten. Ich war davon sofort begeistert, weil ich gerne neue Erfahrungen machen wollte. Da der Karlsruher Zoo in Ecuador ein Aufforstungsprojekt hat, bot sich Zoo Quito als aufnehmender Betrieb an.

Außerdem sollte auf diese Weise die Zusammenarbeit zwischen dem Zoo Quito und dem Karlsruher Zoo verstärkt werden.

Ich habe dort - wie auch in Deutschland-  als Zoo-Tierpflegerin in verschiedenen Tierrevieren gearbeitet. Toll für mich war zu merken, wie viel ich in meiner Ausbildung hier in Karlsruhe schon gelernt habe und wieviel ich dort einbringen konnte.

Ausflüge in die unterschiedliche Landschaft Ecuadors. © Miriam Schäfer | Zoo Karlsruhe

Bei meiner Ankunft war ich sehr aufgeregt und musste viele neue Eindrücke verarbeiten, wie beispielsweise die völlig andere Straßenführung und die Landschaft. Ich war außerdem ein wenig überrascht, wie trist und trocken Ecuador auf den ersten Blick wirkte, dabei sollte es sich doch um das „biodiverseste“ Land der Welt handeln. Ich erfuhr dann aber bald, dass die Landschaft in diesen Höhenlagen üblicherweise so aussieht. Anders war dann schon die Vegetation in Mindo mit den beeindruckenden Nebelwäldern. Das liegt näher an der Küste.

Ecuador ist eines der Biodiversesten Länder der Welt. Davon konnte Miriam sich im Artenschutzprojekt des Zoo Karlsruhe im Nebelwald überzeugen. © Miriam Schäfer | Zoo Karlsruhe
Miriams Arbeitsalltag im Zoo Quito © Miriam Schäfer | Zoo Karlsruhe
Miriam an der Äquatorlinie, nach der das Land auch benannt wurde. © Miriam Schäfer | Zoo Karlsruhe
Raubtierfütterung © Miriam Schäfer | Zoo Karlsruhe

Da es sich um ein Pilotprojekt handelte, gab es kein festes Ablaufschema. So mussten zum Beispiel Termine für Sprachkurse und Impfungen relativ kurzfristig festgelegt werden. Da ich damals noch kein Wort Spanisch sprach, war besonders das Lernen der Sprache in der kurzen Zeit relativ schwierig. Aber es war wichtig für mich, um mich vor Ort mit meiner Gastfamilie und meinen Kolleginnen und Kollegen unterhalten zu können.

Miriam und Clemens Becker (Ausbildungsleiter vom Zoo Karlsruhe) mit den Kollegen im Zoo Quito. © Miriam Schäfer | Zoo Karlsruhe

In den ersten drei Wochen war ich in der Hauptstadt Quito. Mein Online-Coach konnte mir ein Zimmer bei der leitenden Zoo-Pädagogin des Zoos Quito organisieren. Die Umgebung wirkte einfach, aber sehr lebendig auf mich. In den Straßen in der Nähe meiner Unterkunft gab es viele kleine Läden und Restaurants. Ich habe oft nach der Arbeit die Gegend erkundet und dabei viel von der Kultur und den Lebensumständen der Einwohnerinnen und Einwohner mitbekommen.

Weitere Informationen

Mein Tipp ist: Geht allein ins Ausland. Ich empfand das als sehr gut, denn dadurch konnte ich mich ganz auf die Umgebung und Kultur einlassen und niemand lenkte mich ab. Außerdem war ich „gezwungen“, mehr auf meine Arbeitskolleginnen und -kollegen sowie auf meine Gastfamilie zuzugehen und den Kontakt zu ihnen zu suchen. Auch wenn mich das am Anfang ängstigte – am Ende hat es mir sehr geholfen, alleine nach Ecuador gefahren zu sein

Miriam